Lifestyle | 22. Dezember 2020 | Daniel Adler

Masken Tutorial

Nähen mit der Mannheimer Slow Fashion Designerin Port Amelie

Designerin Amy Jarret stammt gebürtig aus Kalifornien und lebt inzwischen seit einigen Jahren in der Rhein Neckar Region.
Für uns hat sie eine Nähanleitung für eine Community Maske bereit gestellt. Wer von euch also noch kurzfristig auf der Suche nach einem passenden und individuellen Weihnachtsgeschenk für die Liebsten ist oder schlichtweg genug hat vom Masken Einheitsbrei – der kann sich an der Anleitung von Port Amelie versuchen.

Wählt für Eure Maske idealerweise einen dicht gewebten Baumwollstoff, der bei hohen Temperaturen gewaschen werden kann. Die Verwendung von gewebter Baumwolle (anstelle von gestrickter, dehnbarer Baumwolle, wie beispielsweise dem eines typischen T-Shirt Materials) hat den Vorteil, dass dieser Stoff eine engere Struktur und mehr Stabilität hat, weshalb wahrscheinlich weniger Luft und Partikel durch die Baumwolle gelangen.

Nachhaltigkeits-Bonus: Du kannst hierbei Stoffreste „upsyclen“, die Du sowieso bereits zuhause hast! Die Maske aus diesem Tutorial von Port Amelie wurde aus einem alten Kissenbezug und einer alten Pyjamahose genäht. Beide bestanden aus hochwertiger Baumwollte und können daher heiß gewaschen werden. Einige Schutzmasken haben einen Gummizug um die Ohren. Diese elastischen Gummibänder können jedoch leider nicht biologisch abgebaut werden (im Gegensatz zu Baumwollschnüren!). Baumwollschnüre sind also die umweltfreundlichere Variante.

Du benötigst:


1x Baumwollstoff mit den Maßen 34 cm x 17 cm
2x Baumwollstoff mit den Maßen 4 cm x 90 cm
Nähstifte
Schere
Nähmaschine und Faden
ein Bügeleisen

Und schon kann es losgehen!

Schritt Eins:

Nimm Dein 34 cm x 17 cm großes Stoffstück zur Hand und falte es in zwei Hälften, damit die rohen Kanten gleichmäßig übereinander liegen. Wenn dein Stoff ein Muster hat (eine „rechte Seite“), stelle sicher, dass die rechten Seiten aufeinander und die falschen Seiten zu Ihnen zeigen. Es wird hierbei die Kante gegenüber der Falte genäht. Als Anfänger kannst du hierbei die rohe Kante Deines Stoffes festnageln, bevor du ihn zunähst. Anschließend gilt es, die Seite des Stoffes mit der Rohkante mit einer Nahtzugabe von 1 cm zu vernähen. Nun hast du einen Stoffschlauch.

Schritt Zwei:

Drehe Deinen Schlauch mit der rechten Seite nach außen, sodass die „richtige“ bzw. gemusterte Seite des Stoffes außen liegt. Nun solltest du den Stoff bügeln. Lege den Stoff vor Dich, wobei die beiden verbleibenden Rohkanten zu den Seiten zeigen und die geschlossenen Kanten (die gefaltete Kante und die gerade zugenähte Kante) nach oben und unten zeigen. Es spielt dabei keine Rolle, ob das gefaltete Ende nach oben und das genähte Ende nach unten zeigt, oder umgekehrt.

Messe 3 cm von oben nach unten und legen Sie eine Falte von ca. 1 cm hinein. Fixiere Deine Falte. Lege die zweite Falte 0,5 cm nach unten (ausgehend von der ersten Falte) und die dritte 0,5 cm nach unten von der zweiten Falte. Jede Falte sollte ungefähr 1 cm groß sein. Somit solltest Du jetzt drei Falten dicht beieinander auf deinem Stoffquadrat platziert haben. Nähe nun die dadurch entstandenen Kanten auf beiden Seiten mit Deiner Nähmaschine mit einer Nahtzugabe von 1 cm fest, um die Falten zu befestigen.

Schritt Drei:

Bringe nun deine beiden 4 x 90 cm großen Stoffstücke zum Bügelbrett. Wenn Dein Stoff ein Muster hat, lege den Stoff FALSCH HERUM (also mit der Vorderseite nach unten) auf das Bügelbrett. Falte den Stoff jeweils mit einer Falte von 1 cm in Längsrichtung über die gesamte Länge auf beiden Seiten und bügle entlang der entstandenen Falten.

Schritt Vier:

Wiederhole Schritt Drei am anderen Band.

Du hast nun ein rechteckiges, plissiertes Stück Stoff mit drei Falten und zwei längliche Stoffstücke, die später die Bänder deiner Maske ergeben, jeweils 1 cm breit sind und auf beiden Seiten in Längsrichtung gebügelt sind.

Fünfter Schritt:

Nimm einen der beiden länglichen Stoffbänder und markiere die Mitte des Stoffstückes mit einem Stift (bei 90cm Stofflänge sollte diese bei 45cm liegen). Lege eine der offenen Nähte Deines plissierten Stoffes in die Falte am Stoffband an der Mitte, die Du gerade markiert hast. Stelle dabei sicher, dass die 1 cm lange Kante des Bandes immer noch nach innen gefaltet ist. Falte nun die andere Seite des Stoffbandes um, um die offene Naht Deiner Maske in den Riemen einzuschließen, und stecke diese fest. Pinne alle Stofflagen mit Nadeln fest.

Schritt Sechs:

Nun vernähst du die Bänder deiner Maske. Falte dazu die Bänder in Längsrichtung um, sodass sich die gefalteten Kanten treffen und die rohen Kanten im Gurt verborgen sind (genau wie beim Einstecken der Maske in den Gurt). Je nachdem wie sicher Du beim Nähen bist, kannst du dabei die gesamte Länge des Stoffbandes mit Nadeln festpinnen, damit der Stoff an Ort und Stelle bleibt. Es sollte dabei ausreichen alle 15cm eine Nadel zu setzen. Nähe von einem Ende des Riemens ausgehend die gesamte Länge von 90 cm zu. Nähe über die Maske, die in der Mitte Deines Riemens befestigt ist, aber vergiss dabei nicht, die Nadeln herauszunehmen! (Andernfalls könnten eine Nadel brechen). Du solltest nun einen der beiden Bänder an die Maske genäht haben und das Ganze sollte bereits aussehen wie eine Maske. Es fehlt nur noch ein weiterer Schritt und Deine Maske ist fertig!

Siebter und letzter Schritt:

Um Deine Maske fertigzustellen, wiederhole einfach Schritt 6 auf der anderen Seite der Maske und denke daran, alle Schichten deiner Stofflagen (sowohl der Bänder als auch der Maske) zu erfassen, wenn Du darüber nähst. Solltest Du beim ersten Nähen versehentlich nicht alle Stofflagen erfasst haben: kein Grund zur Sorge! Einfach nochmal darüber nähen.



Et voilá! Du hast nun eine abwaschbare, umweltfreundliche Schutzmaske, die Dich und dein Umfeld schützen kann. Bleib gesund!



Wir bedanken uns herzlichst bei Amy von Port Amelie für dieses Masken Tutorial – schaut auch gerne auf https://www.port-amelie.com/ vorbei, die Mannheimer Slow Fashion Designerin hält dort wunderbare, nachhaltige Mode für Euch bereit!

by Daniel Adler

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